25 Minuten in fünf Monaten: Wie eine Knieverletzung Zinchenkos Transfer zu Ajax zunichtemachte

Alexander Zinchenko absolvierte in einer Saison den Weg Arsenal → Leihgeschäft zu Nottingham Forest → Ajax — und beendete ihn als freier Agent nach einer Knieverletzung und nur zwei absolvierten Spielen. Der 29-jährige Abwehrspieler muss sich nun einen neuen Verein ohne jegliche Spielpraxis suchen.

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In fünf Monaten bei Ajax kam Alexander Zinchenko zweimal zum Einsatz und spielte insgesamt 26 Minuten. Nicht wegen mangelnden Vertrauens des Trainers – sondern wegen einer Knieverletzung, die er am 14. Februar beim Heimspiel gegen Fortuna Sittard erlitt. Operation. Reha. Ende des Vertrags. Am 30. Juni bestätigte der Amsterdamer Klub offiziell: Es gibt keine Verlängerung.

Wie Zinchenko überhaupt zu Ajax kam

Der Weg dorthin war nicht geradlinig. Im Sommer 2025 verließ der Abwehrspieler Arsenal und wechselte auf Leihbasis zu Nottingham Forest. Am 1. Februar 2026 beendete er die Leihe vorzeitig und wechselte bereits auf permanenter Basis zu Ajax – für 1,5 Millionen Euro mit einem Vertrag bis zum Ende der Saison. Sein Debüt fand am 8. Februar gegen AZ Alkmaar statt. Sechs Tage später kam die Verletzung.

«Wir möchten Vítězslav, Takehiro und Alexander für ihre Hingabe und ihren Beitrag zum Klub danken und ihnen alles Gute für die nächste Phase ihrer Karriere wünschen».

Pressestelle von Ajax

Zusammen mit Zinchenko verließen auch Torwart Vítězslav Jaroš und der japanische Abwehrspieler Takehiro Tomiyasu den Klub. Sportdirektor Jordi Cruyff teilte mit, dass weder Zinchenko noch Wout Weghorst beim ersten Trainingsauftakt der neuen Saison am 22. Juni erschienen – beide sind nicht länger Teil der Mannschaft.

Was hinter der Ziffer «26 Minuten» steckt

26 Minuten – das ist nicht nur eine Statistik. Das ist die gesamte Spielzeit, die Zinchenko in zwei offiziellen Spielen für Ajax absolvierte. Wegen der langwierigen Rehabilitation verpasste er auch entscheidende Frühjahrsmatches der ukrainischen Nationalmannschaft. Jetzt, als freier Agent, betritt der 29-jährige Abwehrspieler den Markt ohne jegliche bestätigte aktuelle Spielpraxis – und das ist das Hauptproblem für potenzielle Arbeitgeber, nicht die bloße Tatsache des Klubwechsels.

Bereits im Sommer 2025 wurde Zinchenko mit Fenerbahçe von José Mourinho in Verbindung gebracht – damals fand der Transfer nicht statt. Jetzt hat sich das Spektrum der Optionen verengt: Clubs, die bereit sind, einen Spieler ohne aktuelle Praxis und mit Fragen zum physischen Zustand zu verpflichten, spielen normalerweise nicht in den Top-5-Ligen Europas.

Die Nationalmannschaft als einziger Orientierungspunkt

Für Zinchenko war ein Platz in der ukrainischen Nationalmannschaft immer mehr als nur eine Klubkarriere. Aber die Qualifikation für das nächste Turnier erfordert Spielpraxis – und diese kann er nirgends bestätigen. Das ist ein Teufelskreis: Ohne Klub keine Praxis, ohne Praxis ist es schwierig, eine Berufung in die Nationalmannschaft zu rechtfertigen.

Wenn Zinchenko bis August einen Klub findet und zumindest einige Spiele in seinen neuen Farben absolviert – erledigt sich die Frage nach seinem Platz in der Nationalmannschaft von selbst. Wenn sich die Verhandlungen bis zum Herbst hinziehen, wird der Trainerstab vor einer unbequemen Wahl stehen: zwischen Loyalität gegenüber einem erfahrenen Spieler und dem tatsächlichen Bedarf nach Spielpraxis.

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