Solange die Aufmerksamkeit auf den Schlagzeilen liegt
Nach einer Reihe von Brandanschlägen und Straßensperren, ausgelöst durch eine Operation zur Festnahme und getöteten Anführer des Drogenkartells Nemesio Oseguera (bekannt als „El Mencho“), versichern die Präsidentin Mexikos, Claudia Sheinbaum, und Vertreter der FIFA, dass für Fans, die zur Weltmeisterschaft 2026 anreisen wollen, keine Gefahr bestehe. Nach Angaben von Reuters und UNN wird die Lage kontrolliert, doch die Folgen der Sicherheitsoperationen sind in mehreren Bundesstaaten weiterhin spürbar.
Zeitlicher Ablauf
Bei einem Militäreinsatz am Sonntag wurde Oseguera getötet. Als Reaktion koordinierten Anhänger des Kartells eine Serie von Angriffen in fünf Bundesstaaten — von Straßensperren bis zu Brandstiftungen an Bussen und Geschäften, insbesondere im Bundesstaat Jalisco. Lokale Ligen haben vorsorglich einige für Sonntag geplante Spiele verschoben.
Position der Behörden
Sheinbaum betonte, dass die Regierung „alle Garantien“ der Sicherheit für die Spiele in Mexiko‑Stadt, Monterrey und Guadalajara gewährleiste und dass sich die Lage „normalisiere“, da die Sicherheitskräfte daran arbeiteten, die Ordnung wiederherzustellen. Sie wies außerdem darauf hin, dass Festnahmen oder Ingewahrsamnahmen von Verdächtigen Reaktionen hervorrufen können, das Ziel der Behörden jedoch Frieden und nicht Eskalation sei.
„Es besteht kein Risiko für die Fans, die zur Weltmeisterschaft ins Land kommen“
— Claudia Sheinbaum, Präsidentin Mexikos
Reaktion der FIFA
FIFA‑Präsident Gianni Infantino sagte gegenüber Journalisten, er fühle sich „sehr gelassen“ hinsichtlich der Durchführung des Turniers und äußerte sein Vertrauen in dessen Erfolg. Ein Sprecher der Organisation bestätigte, dass die FIFA die Entwicklungen genau verfolge und in ständigem Kontakt mit bundesstaatlichen, regionalen und lokalen Behörden stehe.
„Alles wird großartig“
— Gianni Infantino, FIFA‑Präsident
„Wir werden weiterhin den Maßnahmen und Anweisungen verschiedener Regierungsstellen folgen... und bestätigen unsere enge Zusammenarbeit“
— Ein Sprecher der FIFA
Was das für Fans und Stadien bedeutet
Mexiko wird 13 von 104 Spielen des Turniers ausrichten; davon 4 Spiele in Guadalajara. Der Gouverneur von Jalisco, Pablo Lemus, bestätigte, dass drei Stadien im Programm bleiben und geplante regionale Veranstaltungen stattfinden werden. Für ausländische Fans bedeutet das, dass das größte Risiko — kurzfristige lokale Störungen — unter verstärkter Sicherheitskoordination außerhalb der internationalen Spielstätten bleiben sollte.
Kontext und Folgen
Sheinbaum setzt die Ansätze ihres Vorgängers Andrés Manuel López Obrador fort, die auf Sozialprogramme statt auf direkte Konfrontation setzen — das bekannte Motto „Umarmungen statt Kugeln“. Zugleich zeigt die Geschichte: Festnahmen hochrangiger Kartellmitglieder gehen oft mit kurzzeitigen Gewaltausbrüchen einher, wie bereits in Sinaloa. Genau diese Dynamik meinen die offiziellen Zusicherungen der Behörden und der FIFA — die Risiken für internationale Gäste zu minimieren und die Investitionen in die Infrastruktur zu schützen.
Fazit
Die Erklärungen von Sheinbaum und der FIFA liefern eine wichtige erste Vertrauenslinie, doch für Fans werden sichtbare Maßnahmen entscheidend sein: verstärkte Grenz- und Verkehrskorridore, operative Koordination der Polizei und Information der ausländischen Besucher. Ob diese Zusicherungen in konkrete Einsätze vor Ort umgesetzt werden — die Schlüsselfrage bei den Vorbereitungen für den Sommer 2026.