FPV zum Smartphonepreis, aber viermal genauer beim Treffen: Was die Kodifizierung Lupynis-10 bedeutet

Die Nachtdrohne Lupynis-10 des Unternehmens The Fourth Law hat die NATO-Kodifizierung erhalten und ist nun über staatliche Plattformen für Armeeeinheiten verfügbar. Die autonome Zielsteuerung kostet nur 10 Prozent mehr – erhöht aber die Effektivität von Angriffen um das 2–4-fache.

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Дрон Lupynis-10-TFL-1-T (Фото: The Fourth Law)

48.000 Hrywnja — ungefähr so viel kostet ein durchschnittliches Smartphone. Genau diesen Betrag wurde der Lupynis-10-TFL-1-T auf dem Marktplatz Brave1 Market bewertet. Für dieses Geld erhält eine Militäreinheit eine Nacht-FPV-Drohne mit Wärmebildkamera und autonomer Zielerfassung, die in einer Entfernung von bis zu 30 km arbeiten kann, selbst unter aktiver elektronischer Kampfführung.

Vom Startup zur staatlichen Registrierung

Das Kiewer Unternehmen The Fourth Law, gegründet 2023 von Jaroslav Azhnyuk — früher bekannt als Mitgründer von Petcube — erhielt die NATO-Kodifizierung für die Drohne Lupynis-10-TFL-1-T und das Autonomie-Modul TFL-1. Die Kodifizierung öffnete den Weg zu staatlichen Plattformen wie DOT-Chain und Brave1 Market, wo Militäreinheiten Technik mit E-Points erwerben.

«Die Kodifizierung der autonomen Drohne hat wesentlich länger gedauert als bei herkömmlichen FPV-Drohnen, da das Genehmigungssystem viel strenger ist»

Jaroslav Azhnyuk, CEO The Fourth Law

Dies ist nicht einfach ein bürokratischer Schritt: Kodifizierung bedeutet, dass der Staat die Produktstandards bestätigt hat und es in großem Maßstab beschaffen kann.

Was Autonomie wirklich löst

Das Kernproblem moderner FPV-Drohnen ist nicht die Reichweite und nicht die Sprengladung, sondern die elektronische Kampfführung: Der Gegner stört das Steuersignal und der Pilot verliert die Kontrolle. Die Lupynis-10 löst dies durch das TFL-1-Modul: Nachdem das Ziel erfasst wurde, behält die Drohne es eigenständig mit Hilfe von Machine-Vision-Algorithmen, ohne dass eine Verbindung zum Operator im endgültigen Angriffsstadium erforderlich ist.

Die Wärmebildkamera «Kurbas-640α» des ukrainischen Unternehmens Odd Systems ermöglicht Nachtarbeiten und Operationen unter rauchigen Bedingungen. Bemerkenswert ist, dass beide Unternehmen — The Fourth Law und Odd Systems — von demselben Azhnyuk geleitet werden, was bedeutet, dass die gesamte kritische Komponenten-Lieferkette innerhalb eines ukrainischen Bereichs bleibt.

Zahlen, die man nicht ignorieren kann

  • +10 % Kostenaufschlag im Vergleich zu Standard-FPV — genau so viel kostet das TFL-1-Autonomie-Modul
  • ×2–4 Effektivität von Angriffen — dokumentierter Anstieg der Missionserfolgquote nach Unternehmensangaben
  • 30 km — Arbeitsreichweite, die die Lupynis-10 über die klassische «taktische» FPV-Kategorie hinaus hebt
  • 50+ Einheiten der Streitkräfte setzen die TFL-1-Technologie bereits in Kampfeinsätzen ein

Investor von der Nasdaq und die Logik der Skalierung

Anfang 2025 zog The Fourth Law strategische Investitionen von dem amerikanischen Unternehmen Axon an — Hersteller von TASER mit einer Marktkapitalisierung von etwa 34 Milliarden Dollar. Der Betrag wird nicht offengelegt, aber die Mittel sind für die Entwicklung von Autonomie zur Abfangjagd auf Drohnen vom Typ «Shahed» und zum Schutz kritischer Infrastruktur bestimmt. Für Axon ist dies bereits der zweite öffentliche Einstieg in ukrainische Wehrtechnologien in wenigen Wochen.

Die Logik des Investors ist verständlich: Die Ukraine ist der einzige aktive Kriegsschauplatz, auf dem autonome Drohnen unter Bedingungen massiver elektronischer Kampfführung getestet werden. Dies sind Daten, die auf einem Testgelände nicht zu erhalten sind.

Wenn die Effektivität von TFL-1 wirklich auf der Ebene von ×2–4 in dokumentierten Kampfepisoden bestätigt wird, geht es nicht darum, ob die Armee ihre Einkäufe skaliert — sondern ob die Produktion den Frontbedarf bis zum Winter erfüllen kann.

Weltnachrichten

Sport

Am 15. Juli hob der Rat des Internationalen Handballverbandes die 2022 verhängten Sanktionen gegen die Nationalmannschaften Russlands und Weißrusslands auf und stellte die nationale Symbolik vollständig wieder her – unter Berufung auf Entscheidungen des Internationalen Olympischen Komitees vom 7. Mai und 7. Juli 2026. Der Verband drückte gleichzeitig seine „Solidarität mit der Ukraine" aus, sah aber keinen Mechanismus vor, die Wiedereingliederung im Falle einer Eskalation des Krieges auszusetzen.

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