Das Bodenroboter "Rabe": Warum die Hauptnachricht nicht die Geschwindigkeit ist, sondern acht "Fangvorrichtungen" im Kreis

Das ukrainische Unternehmen Smart Birds hat seinen Logistik-Roboter mit Netzen gegen FPV-Drohnen ausgestattet — und dies könnte eine kostengünstigere Methode sein, um Bodengeräte zu schützen, als elektronische Kampfmittel oder Panzerung.

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НРК "Ворон" з сіткометом "Павук" (Фото: Smart Birds)

Der teuerste Feind eines Bodenroboters an der Front ist nicht eine Mine und nicht die Artillerie, sondern eine Kamikaze-Drohne im Wert von ein paar hundert Dollar. Ein FPV-Drohne trifft eine langsame, schwere Plattform fast garantiert, wenn diese keinen Funkstöreschutz oder eigene Schutzvorrichtungen hat. Das ukrainische Unternehmen Smart Birds versuchte, dieses Problem nicht durch Signalstörung zu lösen, sondern durch Physik: Der Komplex „Rabe" wurde mit Netzwerfern ausgestattet, die die Drohne buchstäblich aus der Luft schießen.

Acht „Schleudern" statt einer Hoffnung auf Funkstörschutz

Das Schutzsystem besteht aus „Spinnen"-Modulen – bis zu acht Stück auf einer Plattform, jedes kann Ziele in einer Entfernung von bis zu 45 Metern treffen. Die kreisförmige Anordnung bedeutet, dass der Roboter nicht aus einer Richtung geschützt ist, wie die meisten improvisierten Anti-Drohnen-Lösungen, sondern fast vollständig in der Ebene. Die Netze können nach dem Einsatz direkt im Feld nachgeladen werden, was logisch ist: Die Munition ist endlich, Drohnenangriffe sind es nicht.

Dies ist eine grundlegend andere Logik als bei Funkstörkomplexen, die den Steuerkanal stören. Der Netzwerfer hängt nicht von der Funkfrequenz der Drohne ab und fürchtet sich nicht vor faseroptischen FPV-Drohnen, die der Funkstörschutz grundsätzlich nicht erfasst. Der Preis dafür ist das Gewicht und die Größe der Module, die nun zusätzlich zur Nutzlast mitgeführt werden müssen.

Ein Roboter, der sich selbst versorgen muss

Die Entwickler sagen direkt: Der Schutz ist ein Zusatz, nicht die Essenz der Maschine. Der „Rabe" wiegt 120 kg und transportiert 250–400 kg Ladung – das heißt, im Wesentlichen ein Packträgermaultier auf Rädern zur Munitionslieferung, Verwundetevakuierung und Aufklärung. Eine Reichweite von bis zu 30 km und eine Geschwindigkeit von 15 km/h sind Parameter nicht für schnelle Durchbrüche, sondern für methodische Logistik unter Feuer, wo jeder Fahrt für eine Person ein Risiko darstellt.

Der Satz von Kommunikationskanälen – ELRS, LTE, Starlink – sieht wie eine Versicherung gegen die Möglichkeit aus, dass ein einzelner Kanal unterdrückt werden kann. Falls ein Modus ausfällt, kann der Bediener zu einem anderen wechseln, ohne die Kontrolle während der Aufgabenerfüllung zu verlieren.

Was die Kodifizierung zeigen wird

Derzeit durchläuft der „Rabe" die Kodifizierung – eine formale Phase, nach der der Staat Ausrüstung in großen Mengen kaufen kann, anstatt einzelne Muster zu testen. Genau hier wird sich zeigen, ob ein modulares Anti-Drohnen-System das zusätzliche Gewicht und die Kosten unter Kampfbedingungen rechtfertigt oder ob es eine interessante technische Lösung für Demonstrationen bleibt. Wenn die Netzwerfer ihre Wirksamkeit auf echten Plattformen bestätigen, ist der nächste logische Schritt ein ähnliches Schutzsystem für schwerere Schützenpanzerwagen und Versorgungsfahrzeuge, wo die Einsätze deutlich höher sind.

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