Drohnen, Raketen, „Zirkone": Russland fügt Kiew einen der schwersten Schläge zu — 2 Tote, 12 Verletzte

Der Angriff am 1. Juli ging weit über einen reinen Drohnenbeschuss hinaus – der Feind setzte kombinierte Waffen ein und traf sieben Stadtbezirke der Hauptstadt, darunter ein Hotel, eine Rettungsstelle und Wohnhäuser.

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Am Abend des 1. Juli startete Russland einen massiven Angriff auf Kiew, der nach seinem Ausmaß zu einem der schwersten für die Hauptstadt wurde. Der Leiter der Kiewer Militärverwaltung Timur Tkachenko warnte vor der Bedrohung durch einen Angriff „in mehreren Wellen", bevor Trümmer auf die Stadt zu fallen begannen — und die Vorhersage trat ein.

Kombinierte Waffen: nicht nur „Shahed"

Der Feind setzte nicht nur Angriffsdrohnen ein. Nach Aussage der Luftstreitkräfte bewegten sich auch ballistische Raketen, Marineflugkörper und „Zirkone" in Richtung der Hauptstadt. Ein Teil der Drohnen war reaktiv — sie griffen Kiew gleichzeitig von Osten und Westen an. Genau diese Kombination von Waffentypen erschwert die Arbeit der Luftverteidigung: verschiedene Ziele erfordern verschiedene Abwehrmittel.

Kiewer, derzeit arbeiten Luftverteidigungseinheiten an den Zugängen zur Hauptstadt gegen feindliche Ziele. Es besteht die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Bewegung von Angriffsdrohnen in Richtung der Hauptstadt. Es besteht auch die Wahrscheinlichkeit kombinierter Angriffe in den kommenden Tagen. Bleiben Sie in Schutzräumen, bis die Entwarnung gegeben wird!

Timur Tkachenko, Leiter der Kiewer Militärverwaltung

Sieben Stadtbezirke, echte Adressen

Trümmer und Treffer wurden in sieben Kiewer Stadtbezirken registriert. Nach Angaben des Katastrophenschutzes:

  • Shevchenko-Bezirk: Brand des gemeinsamen Daches eines 7-stöckigen Wohnhauses und eines Hotelgebäudes; Zerstörung eines 5-stöckigen Hauses; Brand in einem 5-stöckigen Wohngebäude; Markt brannte.
  • Desnyansky-Bezirk: Drohnentrümmer fielen in der Nähe eines Privathauses, kein Brand.
  • Darnytskyy-Bezirk: teilweise Zerstörung von 5-, 9- und 16-stöckigen Häusern und Privathäusern.
  • Pecherskyy-Bezirk: Zerstörung eines 9-stöckigen Hauses, Brand auf zwei Etagen.
  • Holosiyivsky-Bezirk: Brand auf der technischen Etage eines 16-stöckigen Hauses.
  • Svyatoshynsky-Bezirk: zwei Privathäuser beschädigt, in einem sind Menschen eingeschlossen.
  • Obolon-Bezirk: Brand auf einem Lagerhof.

Treffer auf einen Rettungswagen: verletzte Rettungssanitäter

Ein separater Vorfall — ein Treffer in der Nähe einer Rettungswachenstation im Shevchenko-Bezirk. Nach Angaben der lokalen Behörden wurden fünf Personen verletzt — Rettungssanitäter und Fahrer. Dies ist keine zufällige Adresse: Rettungswachenstationen sind überall in der Stadt in Wohngebieten untergebracht.

Bilanz der Nacht

Nach vorläufigen Angaben des Katastrophenschutzes starben 2 Menschen, 12 wurden verletzt, 16 konnten gerettet werden. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko bestätigte das Feuer in einem Hotel im Stadtzentrum — Feuerwehrleute trafen noch während der Luftalarm am Ort ein.

Zelenskyj hatte bereits während einer Pressekonferenz in Irland am gleichen Tag vor einem massiven Angriff gewarnt — der Geheimdienst registrierte Starts strategischer Tu-95MS-Bomber vom Flugplatz „Olenaya".

Wenn Russland tatsächlich zu systematischen kombinierten Angriffen übergeht — Drohnen plus Ballistik plus „Zirkone" gleichzeitig — geht es nicht darum, ob die Luftverteidigung die nächste Welle überstehen wird, sondern darum, wie viele Luftabwehrsysteme Kiew bis dahin erhalten wird.

Weltnachrichten

Krieg

In der Nacht zum 2. Juli führte Russland einen der größten Anschläge auf Kyjiw seit Beginn des Krieges durch — und setzte dabei zum ersten Mal wirksam „Zirkone" sowie massives ballistisches Feuer ein, das die Luftverteidigung praktisch nicht aufhalten konnte. Mindestens 21 Menschen kamen ums Leben, über 90 wurden verletzt, Rettungskräfte suchen weiterhin nach Vermissten unter den Trümmern.

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