Zwei Bohdan. Was die Ermittlungen über den Absturz der Su-24M-Besatzung in der Region Chmelnyzkyj ergaben

Das DBR führte Dutzende Vernehmungen durch, identifizierte die Opfer durch DNA und widerlegte offiziell Gerüchte über eine Notfall-Ejection. Die Ursache der Katastrophe wurde noch nicht benannt — die Entschlüsselung des Flugschreibers läuft noch.

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16. Juni 2026 um 19:05 Uhr erlitt ein Frontkampfbomber Су-24М der 7. Taktischen Luftfahrtbrigade benannt nach Petro Franko im Rayon Schepetiwka der Region Chmelnyzkyj eine Katastrophe. Beide Besatzungsmitglieder kamen ums Leben — Major Bogdan Sahorulko, 55 Jahre alt, erfahrener Testpilot bei Antonow, und Oberleutnant Bogdan Babenko, 23 Jahre alt.

Was bislang ermittelt wurde

Nach Angaben der Ermittlung war dieser Flug bereits der zweite des Flugzeugs an diesem Tag. Weder vor dem ersten noch vor dem zweiten Flug verzeichnete das technische Personal der Militäreinheit irgendwelche Mängel am Flugzeugzustand. Die gesamte Dienstdokumentation wurde den geltenden Anforderungen entsprechend angefertigt.

Wie UNN unter Bezugnahme auf das DBR berichtet, führte die Ermittlung Dutzende Verhöre durch — darunter von Angehörigen der Getöteten, dem Kommando und Dientkollegen. Eine molekularbiologische Expertise bestätigte offiziell die Identität beider Piloten.

«Es wurde bestätigt, dass die Piloten einen Kampfeinsatz durchführten, über dessen Details die Ermittlung informiert wurde. Gleichzeitig wird diese Information im Interesse der nationalen Sicherheit nicht veröffentlicht».

Staatliches Ermittlungsbüro

Gerüchte über Katapultierung — dementiert

Unmittelbar nach der Tragödie verbreitete sich in sozialen Netzwerken die Information über ein angebliches Katapultieren eines der Piloten. Das DBR dementierte diese Angaben offiziell: Nach Aussage der Ermittlung «entsprechen sie nicht der Wirklichkeit». Dies ist ein grundsätzlicher Punkt — die Version über mögliches Überleben eines Besatzungsmitglieds hätte ein anderes Strafverfahren bedeutet.

Parallele Ermittlungen

Die Sache wird gleichzeitig von mehreren Strukturen untersucht:

  • DBR — Strafverfahren wegen Verletzung der Flugregeln oder Vorbereitung dazu;
  • Kommando der Luftstreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine — eigene Dienstermittlung;
  • Verteidigungsministerium — behördliche Kommission zur Feststellung der technischen Ursachen der Katastrophe.

Nach Abschluss der Dienstermittlung der Luftstreitkräfte der Ukraine wird eine unabhängige luftfahrttechnische Expertise angeordnet. Die Entzifferung des am 17. Juni sichergestellten Flugschreibers läuft noch.

Zwei Piloten — zwei Wege zur Luftfahrt

Bogdan Sahorulko arbeitete vor seinem Dienst bei den Luftstreitkräften bei Antonow — einem Unternehmen, das Zivil- und Transportflugzeuge erprobt. Bogdan Babenko, so der Bürgermeister von Bohoduchiw in der Region Charkiw, «strebte seinen Traum mit Bestimmtheit an», bereits während seiner Gymnasium-Zeit. Er wurde 2019 mobilisiert, Sahorulko — am ersten Tag der großangelegten Invasion, am 24. Februar 2022.

32 Jahre Altersunterschied zwischen den Piloten — und derselbe Vorname. Beide starben während der Ausführung eines Kampfeinsatzes, dessen Details die Ermittlung erhalten hat, aber nicht veröffentlichen darf.

Die Schlüsselfrage bleibt offen: Wenn der technische Zustand des Flugzeugs vor beiden Flügen dieses Tages keine Mängel aufwies — was wird die Entzifferung des Flugschreibers über die letzten Minuten des zweiten Fluges zeigen?

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