FREYJA: Ukraine will intercept ballistics at seven times cheaper than Patriot

Am 13. Juli unterzeichneten zehn Länder in Paris eine Erklärung über eine Antiballistische Koalition. Im Mittelpunkt steht die ukrainische Entwicklung Fire Point, die noch keine einzige echte Rakete abgeschossen hat.

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Präsident Selenskyj eröffnete das erste Treffen der Antiballistischen Koalition in Paris mit einer konkreten Frist: 12 Monate — und FREYJA muss ein ballistisches Ziel abfangen. «Die Bedrohung durch Ballistische Raketen wächst weltweit. Deshalb muss FREYJA Realität werden», sagte er vor den Führungspersonen neun Staaten.

Was unterzeichnet wurde und wer es unterzeichnet hat

Die Deklaration zur Schaffung einer Integrierten Koalition zur Raketenabwehr unterzeichneten zusammen mit der Ukraine Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande, Norwegen, Spanien, Schweden und Großbritannien. Nach Angaben des Élysée-Palastes besteht das Ziel darin, «ein gemeinsames antiballistisches Potenzial für Europa aufzubauen», das die bestehenden Systeme SAMP/T, IRIS-T und NASAMS ergänzt, statt sie zu ersetzen.

Selenskyj kündigte auch die Projektpartnerunternehmen an: Neben dem ukrainischen Fire Point werden Thales, HENSOLDT, Diehl Defence, Saab, Kongsberg Defence & Aerospace, Weibel, Leonardo, MBDA, Eurosam, Safran und Destinus in einer Kooperation zusammenarbeiten.

Was ist FP-7.x und warum wird über den Preis lauter gesprochen als über die Eigenschaften

Das Herz von FREYJA ist die Abfangrakete FP-7.x der Firma Fire Point. Sie ist aus Kohlefaser und Epoxidharz gefertigt, misst 7,25 Meter in der Länge und erreicht Geschwindigkeiten von 1.500–2.000 m/s — vergleichbar mit der Patriot PAC-3, die etwa 1.700 m/s fliegt. Der Leithead ist halbaktiv im Infrarotbereich entwickelt und wurde gemeinsam mit Diehl Defence entwickelt. Zur Zielbestimmung sind Radargeräte wie Saab Giraffe 8A/4A, Thales Ground Master 400 oder Hensoldt TRML-4D geplant.

Konstruktiv erbte die FP-7.x die Aerodynamik der sowjetischen Rakete 48N6, die auf der S-300/S-400 montiert war, erhielt aber neue Elektronik, moderne Materialien und die Integration nach dem Link-16-Protokoll.

«Das wird zuverlässiger und billiger als die Analoga sein».

Wolodymyr Selenskyj, Paris, 13. Juli 2025

Das Hauptargument für FREYJA ist die Abfangungskosten. Fire Point schätzt eine FP-7.x-Rakete auf etwa 700.000 Dollar, während ein vollständiges Patriot PAC-3-Abfangen mehrere Millionen Dollar kostet. Genau diese Rechnung reproduzierte die US-Armee im Mai 2026, als sie eine Ausschreibung für einen «kostengünstigen Patriot-Zusatz» mit einem Zielpreis von bis zu 1 Million Dollar pro Einheit ankündigte.

Die Hauptwarnung

  • FP-7.x hat keine bestätigte Abfangung eines echten ballistischen Ziels. Die ersten Teststarts erfolgten im Februar 2025.
  • Zum Vergleich: PAC-3 hat Kampfeinsätze in der Ukraine, Israel und bei iranischen Angriffen zu verzeichnen.
  • Die Koalitionserklärung enthält keinen öffentlichen Mechanismus für Finanzierung oder Verifikation der Erfüllung — nur die Verpflichtung, eine gemeinsame Architektur zu entwickeln.

Selenskyj betonte, dass Patriot-Systeme weiterhin erworben werden und FREYJA nicht ersetzt, sondern die bestehende gestaffelte Verteidigung ergänzt.

Zwölf Monate — das ist die Frist, die der Präsident selbst öffentlich gesetzt hat. Sollte Fire Point bis Mitte Sommer 2026 das Abfangen eines ballistischen Ziels im Flug nicht nachweisen, wird die Frage nach der Realisierbarkeit der gesamten Koalitionsarchitektur nicht mehr in den Sälen des Élysée-Palastes gestellt, sondern in den Haushaltsausschüssen neun Parlamente.

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