AMF investiert mehr als 10 Mio. US-Dollar in Werk in der Region Lwiw – 800 Arbeitsplätze und Stärkung des „InPark Boryslav“

Geld liebt Ruhe: Das in Dnipro ansässige Unternehmen AMF hat die Bauphase eines neuen Möbelwerks im InPark Boryslav abgeschlossen. Warum das für die Region und die ukrainische Wirtschaft wichtig ist – kurz und knapp.

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Фото: Дмитро Кисилевський / Facebook

Kurz

Im Industriepark «InPark Borislav» in der Region Lwiw wird der Bau eines Werks des Möbelunternehmens AMF fertiggestellt. Die Investitionen in dieses Projekt belaufen sich auf mehr als 10 Mio. US-Dollar. Nach voller Inbetriebnahme kann das Unternehmen rund 800 Beschäftigten Arbeit bieten, und die Gesamtfläche des Komplexes wird 24.000 m² erreichen. Der Abschluss der ersten Bauphase ist für Sommer 2026 geplant.

Was genau gebaut wird

Die erste Bauphase umfasst ein Gebäude mit einer Fläche von 10.000 m²; derzeit werden Sandwichpaneele und Dachkonstruktionen montiert. Die Höhe der Produktionsräume wird 6 Meter betragen, die der Lagerhallen 12 Meter. Auf dem Gelände sind bereits Versorgungsleitungen verlegt, es werden Böden gegossen und Fenster installiert.

"Dieses Projekt ist ein Beispiel für Investitionsvertrauen und die Schaffung von Arbeitsplätzen für die Boryslav‑Drohobytsch‑Agglomeration."

— Dmytro Kysylevskyj, Abgeordneter, stellvertretender Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses der Werchowna Rada

Infrastruktur, Anreize und Erweiterung

Der Industriepark erstreckt sich über 20 Hektar und verfügt über Gas mittleren Drucks, zentralisierte Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie eine Umspannstation mit einer Leistung von 5 MW. Der Stadtrat von Borislav gewährte eine Ermäßigung der Grundsteuer für 10 Jahre: in den ersten drei Jahren beträgt der Satz 0,25 %, danach erfolgt ein stufenweiser Anstieg auf 2,1 %. Für 2026 ist auf dem Gelände der Bau eines weiteren Produktions‑ und Lagerkomplexes mit einer Fläche von 12.000 m² für Klein‑ und Mittelbetriebe geplant; die Betreiberfirma bietet Flächen ab 420 US-Dollar pro m² an.

"Ein Hektar Industriepark kann 7–10 Mio. US-Dollar Jahresumsatz generieren."

— Ministerium für Wirtschaft der Ukraine

Effekt für die Region und die Wirtschaft

Das Projekt stärkt die lokale Beschäftigung und Logistik: Mitarbeitende sollen aus den Ortschaften der Boryslav‑Drohobytsch‑Agglomeration (etwa 110.000 Menschen) herangefahren werden. Für das Land ist dies ein weiteres Beispiel groß angelegter Investitionen in die Produktion während des Krieges: Industrieparks werden bereits zu einem der Indikatoren des Investorenvertrauens — Stand Februar 2026 sind in der Ukraine 113 Industrieparks registriert.

Zeitrahmen und zentrale Risiken

Der Abschluss des Baus der ersten Phase wird für den Sommer 2026 erwartet. Die Umwandlung der Investitionen in eine stabile Produktion hängt von der Nachfrage nach Möbelprodukten, der Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte und der Stabilität der Logistikketten ab. Die vorhandene Infrastruktur und Steuererleichterungen verringern einen Teil der Risiken, doch den endgültigen Effekt werden die Exportmöglichkeiten und die Binnennachfrage bestimmen.

Fazit

Dieses Werk ist nicht nur ein neues Gebäude und neue Maschinen. Es ist eine Investition, die das Modell der industriellen Wiederbelebung der Region prüft: Arbeitsplätze, Multiplikatoreffekte für Klein‑ und Mittelbetriebe und Potenzial für steigende Exportumsätze. Nun sind die Partner und der Markt am Zug — ob sich diese Investitionen zu einem nachhaltigen Produktionszyklus wandeln, hängt von Nachfrage, Logistik und der Fortsetzung der Anreizpolitik ab.

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