Kurz — und warum das wichtig ist
Eine der größten ukrainischen One‑Dollar‑Ketten, „Avrora Multimarket“, übertraf 2025 ihren ehrgeizigen Plan — der Gruppenumsatz in Hrywnja belief sich in der Ukraine auf 58,36 Mrd. UAH (in der Gesamtkonvertierung etwa $1,399 Mrd.), und bei einem Jahreswachstum von 26% bestätigte das Netzwerk faktisch die Stärke der Binnennachfrage. Das ist nicht nur ein unternehmerischer Erfolg, sondern ein Signal an Lieferanten, Logistiker und Investoren über die Stabilität eines Teils des Konsumsektors.
Was genau passiert ist
Laut einem Interview mit Geschäftsführer und Miteigentümer Taras Panasenko (LIGA.net) erzielte die Gruppe 2025 in der Ukraine 58,36 Mrd. UAH inkl. MwSt. und rund $26,32 Mio. in Rumänien. Stand 20. Februar 2026 zählt das Netzwerk 1817 Filialen in der Ukraine (167 in Kiew) und 65 in Rumänien; das rumänische Geschäft macht derzeit etwa 2 % der Gruppe aus.
Warum die Zahlen wichtig sind
Erstens steht ein Umsatzwachstum von 26 % während einer anhaltenden Krise für die Anpassungsfähigkeit der Lieferketten und die Effizienz des Handelsmodells. Zweitens bedeutet die Größe (nahezu zweitausend Standorte) Einfluss auf lokale Arbeitsmärkte und Logistik: Kosten für Lieferung, Miete und Merchandising machen inzwischen einen spürbaren Anteil des Einzelhandelsmarktes aus.
Für den Staat und Partner ist das ebenfalls ein Indikator: Die Binnennachfrage bleibt erhalten, was bedeutet, dass Steuereinnahmen und Beschäftigung im Sektor weniger verwundbar sind, als offizielle Prognosen manchmal erscheinen lassen.
Was das Verhalten der Käufer zeigt
Es gibt auch die menschliche, „im Regal“ Komponente: Laut Panasenko war das beliebteste Produkt 2025 Katzenfutter — das Netzwerk verkauft etwa 450.000 Packungen pro Tag; Käufer kaufen es häufig zusammen mit Toilettenpapier. Dieses Verhalten zeigt: Der Kunde kombiniert Grundbedürfnisse mit kleinen Freuden — und das prägt Sortiment und Logistik des Netzwerks.
„Für die Ukraine sind es 58,36 Mrd. UAH inkl. MwSt. Und in Rumänien – ebenfalls mit MwSt. – sind es $26,32 Mio. Wenn man beides in Dollar umrechnet, dann sind es in der Ukraine $1,399 Mrd., in Rumänien $26 Mio. Rumänien macht faktisch 2 % der Gruppe aus.“
— Taras Panasenko, Miteigentümer und Geschäftsführer von „Avrora Multimarket“
Marktkontext
Auf Branchenebene sind die Veränderungen ebenfalls sichtbar: 2025 kam es im Lebensmitteleinzelhandel zu einer Neustrukturierung — das in Luzk ansässige „Klever Stores“ (Netzwerke „Sim23“ und „Simi“) überholte „Fora“ in der Anzahl der Filialen; unangefochtener Spitzenreiter bleibt ATB‑Market mit 1319 Standorten. Das bestätigt: Der Wettbewerb findet nicht nur um den Umsatz statt, sondern auch um die Dichte der Präsenz und die Erreichbarkeit für Verbraucher.
Fazit — was als Nächstes zu erwarten ist
Dieser Bericht von „Avrora Multimarket“ ist nicht nur ein unternehmerischer Erfolg, sondern ein Indikator für wirtschaftliche Anpassungsfähigkeit. Für Unternehmen und Investoren ist die Botschaft klar: Der Konsumgütermarkt in der Ukraine zeigt Widerstandsfähigkeit, aber künftig wird alles von der Schnelligkeit der Logistik, der Margenkontrolle und der Preispolitik abhängen. Partner sollten solche Fälle als Grundlage für langfristige Entscheidungen betrachten — von der Belieferung bis zu Investitionsstrategien. Ob sie dieses Signal nutzen, wird sich in den nächsten Quartalen zeigen.