Kyjiw hat die Nachkapitalisierung der PRAT „HK „Kyjiwmiśkbud" in Höhe von 2,56 Milliarden Hrywnja abgeschlossen: Der Anteil der territorialen Gemeinde am Statutkapital des Unternehmens ist von 80% auf 99,87% gestiegen. Die restlichen 0,13% blieben bei privaten Aktionären, die sich nicht an der zusätzlichen Aktienausgabe beteiligt haben.
Wie die Versammlung aussah, die über Milliarden entschied
Die Aktionäre unterstützten die Entscheidung über die Erhöhung des Statutkapitals bereits am 23. Juni 2025 auf einer Fernversammlung. Formal hatten 2.114 Aktionäre Teilnahmerecht — registriert wurden nur zwei. Diese beiden stimmten für die Emission. Kyjiw kaufte alle neuen Aktien allein auf: Wie der Deputierte des Kyjiw-Rates Taras Kosak erklärte, „nahm nur Kyjiw an der Nachkapitalisierung teil, daher ist sein Anteil erheblich gestiegen".
Das Verfahren wurde vom Kyjiw-Rat bereits im Oktober 2024 genehmigt. Vom Beschluss bis zur tatsächlichen Mittelbereitstellung verging mehr als ein Jahr.
Warum die Stadt fast das ganze Unternehmen braucht
Das offizielle Ziel der Nachkapitalisierung ist die finanzielle Stabilisierung und die Erfüllung von Verpflichtungen gegenüber Immobilienkäufern. Nahezu alle Bauprojekte von Kyjiwmiśkbud sind derzeit eingefroren. Das Unternehmen erarbeitet einen Plan zur Umstrukturierung von Schulden gegenüber Auftragnehmern und verspricht, die Arbeiten an 24 Objekten wieder aufzunehmen.
„Die Liste der vorrangigen Objekte, auf die die Mittel zur Fertigstellung des Baus fließen sollen, wird näher zum Zeitpunkt der Mittelbereitstellung festgelegt".
Svetlana Samsonowa, stellvertretende Vorstandsvorsitzende, August 2025
Separat fordert das Unternehmen vom Staat eine Entschädigung von 2,28 Milliarden Hrywnja — so viel bewertet Kyjiwmiśkbud die Kosten für die akzeptierten Unvollendungen von „Ukrbud", die die Regierung 2020 ohne Finanzierung an sie übergeben hat.
Vier Führungskräfte in zwei Jahren
Parallel zur Beendigung der Nachkapitalisierung hat das Unternehmen seinen Leiter erneut gewechselt. Laut Forbes Ukraine hat sich die Geschäftsleitung von Kyjiwmiśkbud in den Jahren 2024–2025 vier Mal gewechselt. Im Dezember 2025 wurde Dmytro Nikiforow als stellvertretender Vorsitzender ernannt — ein Unternehmer mit Erfahrung auf Finanzmärkten und in der Trinkwasserproduktion, ohne öffentlichen Bauhintergrund. Bald darauf wurde der Fachmann im Bauwesen Walerij Sasuzkyj zum Vorstandsvorsitzenden ernannt — dies wird als Schritt zur Umsetzung eines Krisenplans im Jahr 2026 dargestellt.
Nikiforos Vorgängerin Svetlana Samsonowa kam mit Erfahrung in der Schuldenumstrukturierung: Ihre Ernennung im Mai 2025 war direkt mit der Notwendigkeit verbunden, die finanziellen Verpflichtungen des Unternehmens zu regeln.
Was kommt als nächstes
Die Nachkapitalisierung hat Kyjiwmiśkbud in ein faktisches kommunales Monopol im Segment des sozialen Wohnungsbaus umgewandelt — ohne Wettbewerbsdruck von Minderheitsaktionären und mit dem Stadthaushalt als einziger Retter. Dies beseitigt ein Problem (Kapitalmangel) und verschärft ein anderes: Wenn die Mittel nicht für Objekte mit echten Investoren, sondern für Verwaltungskosten oder Schulden der Auftragnehmer verwendet werden, hat die Stadt keinen Druckhebel von außen.
Wenn Kyjiwmiśkbud bis Ende des ersten Quartals 2026 keine konkrete Liste von Objekten mit Finanzierungsplan veröffentlicht — das wird ein Signal sein, dass die 2,56 Milliarden Hrywnja zum Stopfen alter Schulden verwendet wurden, nicht zur Fertigstellung neuer Wohnungen.