Brücke in Terebovlya wird zum zweiten Mal in 2,5 Jahren geschlossen — dieses Mal für ein Jahr und mit EU-Mitteln

Ab 2. Juni 2026 bis 2. Juni 2027 ist die Strecke M-19 in Terebowlja für alle Verkehrsarten gesperrt: Die Generalüberholung der Brücke wird von der Europäischen Union im Rahmen des Interreg-Programms finanziert. Lastkraftwagen werden die Stadt über Butschatsch oder Hrymajlow umfahren – zusätzlich 30–40 km und bis zu einer Stunde Fahrtzeit.

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Фото: Depositphotos

Im November 2024 feierte Terebowlja die Eröffnung einer neuen Brücke über die Hnisnaja – erbaut „von Grund auf" in 10 Monaten mit Mitteln der Europäischen Investitionsbank als Ersatz für eine über 90 Jahre alte marode Furt. Weniger als anderthalb Jahre später wird die Stadt an derselben Stelle erneut gesperrt. Diesmal allerdings – offiziell für eine Generalüberholung der benachbarten Strecke und der Zufahrten, finanziert durch eine andere europäische Struktur.

Was und wann

Von 08:00 Uhr am 2. Juni 2026 bis 08:00 Uhr am 2. Juni 2027 ist der Verkehr auf der Strecke M-19 (km 354+689 – km 355+566) im Bereich von Terebowlja vollständig für alle Verkehrsarten gesperrt. Der Dienst für Infrastrukturwiederherstellung und -entwicklung in der Region Ternopil teilt mit, dass das vorübergehende Verkehrsschema gemeinsam mit der Verkehrspolizei abgestimmt wurde.

«Auf einer der wichtigsten Verkehrsadern, die die Ukraine mit Europa verbindet, werden wir die Brücke und ihre Zufahrten generalüberholt instandsetzen. Täglich passieren hier etwa 15.000 Fahrzeuge».

Dienst für Infrastrukturwiederherstellung und -entwicklung in der Region Ternopil

Die Reparatur wird im Rahmen des internationalen Projekts des Programms der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit Interreg NEXT Polen–Ukraine 2021–2027 durchgeführt – vollständiger Name: «Verbesserung der grenzüberschreitenden Mobilität durch den Bau der Regionalstraße Nr. 627 Kossiw Ljazki – Sokolow Podljaski und die Generalüberholung der Brücke in der Stadt Terebowlja».

Zwei Umfahrungen – je nach Fahrzeugtyp

Die Verkehrsschemata für Personenkraftwagen und Lastkraftwagen unterscheiden sich:

  • Personenkraftwagen und Busse – über kommunale Straßen von Terebowlja. Verspätung: etwa 10–15 Minuten. Entlang der gesamten Strecke werden vorübergehende Beschilderungen und Informationstafeln aufgestellt.
  • Lastkraftwagen und Großfahrzeuge – über einen großen Umweg durch benachbarte Staatsstraßen: über Butschach oder Grymajilow je nach Fahrtrichtung. Zusätzlich: 30–40 km und bis zu einer Stunde Fahrtzeit.

Warum dies kein einfacher Straßenannoncement ist

M-19 Domanowe – Kovel – Tscherniwzi – Terebletsche ist einer der Schlüssellogistik-Korridore nach Westen und zur Grenze mit Rumänien. Eine Sperrung für 15.000 Fahrzeuge pro Tag über ein Jahr hinweg – das bedeutet Überlastung der kommunalen Straßen von Terebowlja und zusätzliche Kosten für den Gütertransit. Gleichzeitig wird zum ersten Mal in der Region Ternopil ein großes Infrastrukturprojekt direkt aus EU-Mitteln und nicht aus dem Staatshaushalt realisiert.

Kontext: Die vorherige Brücke an dieser Stelle wurde noch vor dem Zweiten Weltkrieg gebaut – sie stand über 90 Jahre lang und wies Querisse in der Spannweite auf, Längsrisse in der Stahlbetonplatte sowie Pfeiler ohne jegliche Bewehrung auf Holzpfählen. Die neue wurde 2024 in 10 Monaten gebaut – 48,7 m lang, 12,8 m breit, zwei Fahrspuren und Gehwegen auf beiden Seiten.

Falls die Reparatur der Zufahrten wirklich bis Juni 2027 abgeschlossen wird – erhält Terebowlja erstmals seit den 1930er Jahren einen vollständig erneuerten Knoten an der internationalen Straße. Die Frage ist eine andere: Werden die kommunalen Straßen der Stadt ein Jahr lang eine Transitlast von 15.000 Fahrzeugen pro Tag aushalten – und wer wird für ihren Zustand nach der Brückeneröffnung verantwortlich sein.

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