Lemberger Entwickler möchte Einkaufszentrum durch REIT finanzieren — und das sagt mehr über den Markt aus, als es scheint

Die WR Group plant, Gelder von Investoren für einen Fonds zur Errichtung von Einzelhandelszentren in den Außenbezirken von Lwiw zu akquirieren. Dies ist ein Versuch, neue Kapitalquellen zu erschließen, da die Bankfinanzierung von Bauvorhaben während des Krieges stark eingeschränkt bleibt.

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У роботі WR Group сьогодні 10 проєктів, зокрема ТРЦ Skelya, який будують у Стрию. Фото: WR Group
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Geld sucht nicht die Bank, sondern den Nachbarn

Das Lemberger Unternehmen WR Group plant die Einführung eines REIT-Fonds – ein Instrument, bei dem Geld für den Bau von Handelsobjekten nicht von Banken, sondern von privaten Investoren bereitgestellt wird, die eine Gewinnbeteiligung aus der Miete erhalten. Dies erklärte der Gründer des Unternehmens, Petro Puniak, in einem Kommentar gegenüber LIGA.net.

„Das Unternehmen plant die Einführung eines Investmentfonds, mit dem wir unsere ersten fünf Handelsobjekte durch Anziehung von Investitionen realisieren werden", sagte er.

Es geht um Einzelhandelszentren mit einer Fläche von etwa 10.000 Quadratmetern in den Außenbezirken und Rayonzentren in der Nähe von Lemberg – dort, wo es keine traditionellen Einkaufszentren gibt, aber Kundenverkehr und Wohnbebauung vorhanden sind.

Warum gerade jetzt

Die klassische Kreditfinanzierung großer Handelsprojekte ist während des Krieges teurer und schwieriger geworden: Banken sind vorsichtig bei langen Rückzahlungsfristen, die Versicherungsrisiken sind gestiegen, und Entwickler benötigen schnelle Mittel für konkrete Objekte. Das REIT-Modell ermöglicht es, dieses Problem zu umgehen – Mittel direkt von Personen oder Investorengruppen zu beschaffen und Kapital gegen einen Anteil am zukünftigen Mietstrom einzutauschen.

Puniak verdeutlichte, dass das Unternehmen bereits sowohl mit Einzelinvestoren als auch mit Investorengruppen zusammenarbeitet – das heißt, der REIT formalisiert eine Praxis, die bereits faktisch existiert.

Lemberg als Testfeld für kleinere Formate

Trotz des Krieges sind gerade Lemberg und die Region zum Aktivitätspol für Entwickler von Handelsimmobilien geworden – nicht nur das Regionszentrum, sondern auch Städte ab 15.000 Einwohnern. In zwei Jahren des großflächigen Krieges hat WR Group fünf Handelsobjekte eröffnet – in Lemberg, Drohobytsch, Truskavez und Sheptytsky.

Dieses Jahr brachte das Unternehmen das Handels- und Bürozentrum Galas mit einer Fläche von 13.250 Quadratmetern im Wohnkomplex Safe Town auf den Markt, und plant bis Jahresende die Eröffnung eines kleineren Objekts in der Straße Pyrohivka (3.000 Quadratmeter) – ebenfalls innerhalb eines neuen Wohnkomplexes. Die Logik ist dieselbe: dort zu bauen, wo bereits neuer Wohnverkehr vorhanden ist, anstatt um alte Standorte in der Innenstadt zu konkurrieren.

Parallel läuft der Bau des Einkaufszentrums Skelya mit 25.000 Quadratmetern in Stryi, das 2025 begonnen hat, aber das genaue Eröffnungsdatum wird nicht genannt – eine typische Situation für Projekte, die von der Finanzierungsgeschwindigkeit während des Krieges abhängen.

Was bedeutet das für diejenigen, die nicht Entwickler sind

Wenn der REIT-Fonds funktioniert, wird dies eines der ersten öffentlichen Beispiele für Gemeinschaftsinvestitionen in Handelsimmobilien in der Ukraine während des Krieges sein – früher floss solches Geld hauptsächlich durch private Vereinbarungen ohne transparente Regeln für Ausstieg oder Gewinnverteilung. WR Group hat derzeit 17 Objekte im Portfolio, von denen die Hälfte bereits während des Krieges realisiert wurde, und weitere 10 sind in Arbeit.

Die Frage bleibt offen: Werden private Investoren bereit sein, in Handelsimmobilien im Rayonmaßstab zu investieren, wenn die Sätze für Einlagen und Staatsanleihen hoch und sicherer bleiben – oder wird sich das REIT-Modell nur als Methode zur schnellen Mittelbeschaffung für ein konkretes Projekt durchsetzen und nicht als langfristiges Sparinstrument.

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