Naftogaz eröffnet neue LNG‑Importroute: Regasifizierung in Deutschland stärkt die Energiesicherheit der Ukraine

Deutsche ReGas auf der Insel Rügen ist zum Eingangspunkt für die erste Lieferung von ukrainischem LNG über Deutschland geworden — was bedeutet das für die Gasvorräte, die Preise und die strategische Diversifizierung im Jahr 2026?

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Фото: Deutsche ReGas

Neue Route, die man kennen sollte

Die Gruppe Naftogaz hat erstmals verflüssigtes Erdgas (LNG) über das deutsche Terminal Deutsche ReGas auf der Insel Rügen importiert. Die Lieferung erfolgte in Partnerschaft mit TotalEnergies, und nach der Regasifizierung soll das Gas per Pipeline über Polen bis Ende Februar in die Ukraine geliefert werden.

Was genau passiert ist

Nach Angaben der Pressestellen von Naftogaz und Deutsche ReGas handelt es sich um die erste Lieferung von regasifiziertem LNG aus Deutschland in die Ukraine. Die Operation umfasste die Annahme der Ladung am Terminal, die Regasifizierung und die anschließende Transportlogistik über die polnische Infrastruktur.

"Die erste in der Geschichte Lieferung regasifizierten LNG aus Deutschland in die Ukraine wurde nur dank der professionellen und vertrauensvollen Zusammenarbeit aller Partner möglich"

— Ingo Wagner, Vorstandsvorsitzender von Deutsche ReGas

Warum das für die Ukraine wichtig ist

Erstens geht es um Energiesicherheit: die Route über Deutschland fügt einen weiteren Zugangspunkt für Importe hinzu und verringert das Risiko einer zu großen Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten oder Routen. Zweitens ist es ein logistischer Präzedenzfall: die Nutzung der Regasifizierungskapazitäten der EU in Kombination mit dem Transit durch Polen demonstriert die Flexibilität der Lieferketten.

"Dieses Abkommen eröffnet der Ukraine eine neue verlässliche Importroute für 2026 und kann der Beginn einer langfristigen Partnerschaft sein"

— Serhii Koretskyi, Vorstandsvorsitzender von Naftogaz Ukraine

Kontext und Umfang

Im Jahr 2025 musste die Ukraine fast 6 Milliarden Kubikmeter Gas importieren. Parallel dazu wird im März 2026 die erste Lieferung eines neuen Lieferanten aus Griechenland erwartet. Somit stärkt die neue Route über Deutschland die Gesamtstrategie der Diversifizierung der Lieferungen.

Was als Nächstes

Dies ist ein wichtiger Schritt, doch er ersetzt nicht die Notwendigkeit weiterer Infrastruktur, den Abschluss langfristiger Verträge und Preistransparenz. Energieanalysten weisen darauf hin, dass zur nachhaltigen Reduzierung der Risiken regelmäßige Liefermengen und klare finanzielle Bedingungen erforderlich sind. Für den Verbraucher bedeutet das: Die Route ist ein positives Signal für Stabilität, doch die Auswirkungen auf Preis und Verfügbarkeit von Gas hängen von den Mengen und den Vereinbarungen mit den Partnern ab.

Zusammenfassung: logistischer und politischer Erfolg: Naftogaz hat seine Fähigkeit bewiesen, neue Routen mit westlichen Partnern zu starten. Der nächste Schritt besteht darin, Einzellieferungen in einen systematischen Importmechanismus zu verwandeln, der die Risiken für das Land und die Bürger tatsächlich reduziert.

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