Staatsanwaltschaft fordert Abriss illegal errichteter Gebäude im Desnianskyi-Bezirk — kommunales Land im Wert von 14 Mio. Hrywnja bedroht

Das Gericht verhandelt den Fall gegen ТОВ «Маяк Сервіс Інвест»: Die Staatsanwaltschaft bezeichnet die Objekte als ohne Genehmigung errichtet und beantragt die Aufhebung der Registrierung der Landrechte. Warum das für jeden Kiewer wichtig ist — kurz und bündig.

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Проспект Маяковського (нині – проспект Червоної Калини) в Києві, 2009 рік (фото - Вікіпедія, автор Vasyl` Babych)

Kern der Sache

Die Staatsanwaltschaft der Stadt Kiew verlangt gerichtlich den Abriss rechtswidrig errichteter Gebäude am Prospekt Tschervonoi Kalyny im Desnjanskyj-Bezirk und die Löschung der Eigentumseintragung an den betreffenden Grundstücken. Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft handelt es sich um kommunales Land im Wert von mehr als 14 Mio. UAH, das unter Verstoß gegen das Gesetz genutzt wurde.

Tatsächlicher Sachverhalt

Das Unternehmen – Beklagter in der Sache – ist ТОВ «Маяк Сервіс Інвест». In den Unterlagen führt die Staatsanwaltschaft aus, dass das Eigentumsrecht an nichtwohnlichen Gebäuden mit einer Fläche von rund 50 m² auf der Grundlage von Dokumenten eingetragen wurde, die nach ihrer Darstellung „nicht ausgestellt“ worden seien. Diese Objekte wurden anschließend in das Stammkapital der Gesellschaft eingebracht.

Nach Angaben des Stadtrats wurde das Grundstück mit einer Fläche von 0,13 ha an der Adresse просп. Володимира Маяковського, 476 bereits früher (Oktober 2018) an „Маяк Сервіс Інвест“ für fünf Jahre zur Miete übergeben „zur Nutzung und Unterhaltung der Gebäude und Anlagen eines Parkplatzes“. Im Juli 2021 wurde demselben Unternehmen eine weitere Parzelle von über 0,2 ha zur Pacht zugestimmt.

"Damit weisen die Objekte Merkmale unerlaubter Bebauung auf."

— Staatsanwaltschaft der Stadt Kiew

Was die „Toiletten‑Schema“ ist und warum sie hier wichtig ist

Der Begriff „Toiletten‑Schema“ wird in der Medienpraxis verwendet, um typische Bodenmanipulationen zu beschreiben: Das Recht an einem Grundstück wird an künstlich geschaffene oder zweifelhaft registrierte Immobilien „gekoppelt“, um eine Legalisierung der Nutzungsänderung oder die Überführung der Fläche in Privateigentum zu ermöglichen. Wenn die Staatsanwaltschaft ihre Version beweisen kann, könnte der Fall ein Beispiel dafür werden, wie die Behörden auf solche Praktiken im Kontext verzerrter Register und Registrierungsverfahren reagieren.

Verfahren und Fristen

Am 12. März hat das Handelsgericht der Stadt Kiew ein Verfahren auf Grundlage der Klage der Staatsanwaltschaft eröffnet. Die vorbereitende Sitzung ist für den 13. April anberaumt. Die Staatsanwaltschaft fordert die Löschung der Eigentumseinträge für die Grundstücke und die Verpflichtung des Unternehmens, das Land durch den Abriss der Gebäude und der Umzäunung freizumachen.

Warum das für die Stadtbewohner wichtig ist

Es geht nicht nur um ein einzelnes Grundstück: Solche Verfahren legen fest, ob die Mechanismen zum Schutz des kommunalen Eigentums erhalten bleiben. Wenn das Gericht die Position der Staatsanwaltschaft unterstützt, würde das die Präzedenzpraxis zur Rückgabe rechtswidrig angeeigneter Flächen stärken und die Ambitionen derer dämpfen, die versuchen, städtisches Eigentum mittels fragwürdiger Eintragungen zu monetarisieren.

Fazit

Die Staatsanwaltschaft bezeichnet die Objekte als rechtswidrig errichtet, sie fordert die Löschung der Eintragungen und den Abriss – das Gericht wird die Beweise im April prüfen. Von der Entscheidung hängt nicht nur die Rückgabe dieses einen Grundstücks ab, sondern auch ein Signal an weitere Versuche, kommunales Land durch rechtliche Schlupflöcher zu privatisieren. Ob dieser Fall den Beginn einer systematischen Bereinigung solcher Praktiken markiert, ist eine Frage für das Gericht und die Stadtverwaltung.

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