Kabinett erhöht die Deckung von Kriegsrisiken: Bis zu 30 Mio. Hrywnja für frontnahe Regionen – was sich für Unternehmen ändert

Das Entschädigungsprogramm wurde weniger als drei Monate nach dem Start neu geschrieben. Es ist eine Reaktion auf die geringe Nachfrage und den Vertrauensverlust der Wirtschaft — wir prüfen, ob die Änderungen ausreichen, um die Erholung in Gang zu bringen und in den Schutz von Vermögenswerten zu investieren.

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Фото: пресслужба Кабміну

Was passiert ist

Das Kabinett hat die Höhe der Entschädigungen für Kriegsschäden von Unternehmen erhöht. Für Betriebe in den an der Front gelegenen Regionen ist die maximale Entschädigungssumme für beschädigtes Eigentum auf 30 млн грн gestiegen, während für den Rest des Landes die Höchstgrenze für die Erstattung von Versicherungsprämien auf 3 млн грн angehoben wurde.

Das Programm startete Anfang 2026 und wurde weniger als drei Monate nach seinem Start geändert – ein Signal dafür, dass der Mechanismus einer raschen Korrektur bedurfte.

Wen das betrifft

Der Mechanismus ist für Unternehmen vorgesehen, die in Risikozonen tätig sind: Дніпропетровська, Донецька, Запорізька, Миколаївська, Одеська, Полтавська, Сумська, Харківська, Херсонська und Чернігівська області. Es wird ein Teil der Kosten für Gebäude, Lager und Ausrüstung erstattet, die bei russischen Angriffen beschädigt wurden.

Für die übrigen Regionen ist der Staat bereit, Versicherungsprämien teilweise zu kompensieren, nach einem Modell, das den Kreditförderprogrammen ähnelt (analog zu 5-7-9%). Zuvor lagen die Limits bei 10 млн грн für die Frontregionen und 1 млн грн für die Prämien.

Warum das gemacht wurde

Die Erhöhung der Limits ist eine Antwort auf zwei praktische Probleme. Erstens ist die Abdeckung bislang gering: Seit Beginn der Maßnahme wurden im Bereich Entschädigung für beschädigtes oder zerstörtes Eigentum 52 Anträge eingereicht, von denen 20 bestätigt wurden in Höhe von 166,5 млн грн; im Bereich der Kompensation von Versicherungsprämien wurden 21 Anträge gestellt. Zweitens sinkt das Vertrauen der Wirtschaft: Eine jährliche Umfrage der European Business Association zeigte, dass die Stimmung der Topmanager im Jahr 2026 schlechter ist als im Vorjahr, und die Absicherung gegen Kriegsrisiken als eine der wichtigsten Prioritäten genannt wird.

„Die Entschädigung für beschädigtes Eigentum in den Frontregionen wird auf 30 млн грн erhöht, und für den Rest des Landes auf 3 млн грн“

— Yuliia Svyrydenko, Premierministerin der Ukraine (Stellungnahme der Regierung)

„Dieses Programm ist nicht gestartet“

— Danylo Hetmantsev, Vorsitzender des Ausschusses der Werchowna Rada für Finanzen, Steuer- und Zollpolitik (Kommentar, 13. März)

Was sich ändert — und wo Risiken liegen können

Die Erhöhung der Limits macht die Absicherung gegen Kriegsrisiken für größere Investoren attraktiver und ermöglicht, bei der Wiederherstellung von Infrastruktur erhebliche Verluste abzudecken. Sie ist auch ein Signal an Versicherer und internationale Investoren: Der Staat ist bereit, sich an der Verteilung von Risiken zu beteiligen.

Der Effekt hängt jedoch von drei Bedingungen ab: der Schnelligkeit der Auszahlungen, der Transparenz des Verfahrens zur Schadensbestätigung und der Fähigkeit der Versicherer, die neuen Volumina zu bedienen. Bleibt die Bürokratie hoch oder verzögern sich staatliche Garantien, werden die erhöhten Limits allein keinen Investitionszufluss sichern.

Fazit

Die Ausweitung der Deckung ist eine pragmatische Reaktion der Regierung auf Kritik und schwache Nachfrage. Es ist ein Schritt zur Stärkung der wirtschaftlichen Resilienz während des Krieges, doch über den Erfolg entscheidet die Umsetzung: die Geschwindigkeit der Auszahlungen, die Qualität der Kontrolle und das Vertrauen der Wirtschaft. Ob sich daraus ein wirksamer Wiederaufbau-Mechanismus entwickelt, wird die nächste Welle von Anträgen und die ersten Auszahlungen nach den neuen Limits zeigen.

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