Das 21. Sanktionspaket gegen Russland – bereits diese Woche. Bedeutet das, dass die „Müdigkeit" der EU ein Mythos ist?

Der Bevollmächtigte des Präsidenten, Wladyslaw Wlasjuk, weist die These einer Spaltung in der Europäischen Union zur Sanktionspolitik zurück. Das 21. Sanktionspaket wird bis Ende der Woche erwartet, parallel wird das 22. vorbereitet. Die Diskussion über die Wirksamkeit der Sanktionen verschwindet jedoch nicht.

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Gespräche über die „Sanktionsmüdigkeit" der Europäischen Union erscheinen regelmäßig — besonders vor jedem neuen Sanktionspaket. Diesmal beschloss der Bevollmächtigte des Präsidenten der Ukraine für Sanktionspolitik Wladislaw Wlasyuk, direkt darauf zu antworten.

Nach seinen Worten sind Diskussionen innerhalb der EU über Umfang und Inhalt von Sanktionen ein normaler Verhandlungsprozess und keine Zeichen von Rissen im Konsens. „Es gibt Meinungsverschiedenheiten, aber die gibt es bei allen Verhandlungen. Das ist kein Bruch", behauptet Wlasyuk.

Praktisches Ergebnis: Das 21. Sanktionspaket gegen Russland wird bereits in dieser Woche erwartet. Gleichzeitig, so Wlasyuk, wurde die Vorbereitung des 22. Pakets eingeleitet.

Was wirklich hinter der „Müdigkeit" steckt

Die These von der Müdigkeit entsteht nicht aus dem Nichts. Ungarn bremst systematisch einzelne Entscheidungen, eine Reihe von Ländern lobbyiert Ausnahmen für ihr eigenes Geschäft, und Sanktionsbeschränkungen werden regelmäßig über Drittländer — Türkei, VAE, Kasachstan — umgangen. Jedes neue Paket wird zum Gegenstand längerer Verhandlungen als das vorherige.

Wlasyuk bestreitet die Existenz dieser Schwierigkeiten nicht, behauptet aber: die Anzahl der Pakete selbst ist ein Argument. Einundzwanzig Runden sind nicht das Zeichen eines zusammenbrechenden Systems.

Effektivität — eine separate Frage

Die Pakete zu zählen und die Auswirkungen auf die russische Wirtschaft zu zählen — das sind unterschiedliche Dinge. Der Internationale Währungsfonds überprüfte die Prognosen für Russland mehrfach nach oben und erkannte an, dass die Anpassung schneller erfolgte als erwartet. Dies hebt die Sanktionen nicht von der Agenda ab, stellt aber eine konkrete Frage nach ihrer Architektur.

Solange das 21. Paket noch nicht bekannt gegeben wurde, ist unklar, ob es Mechanismen zur Schließung von Umgehungsschleifen enthält — oder sich erneut auf die Erweiterung von Listen beschränkt.

Wenn das 22. Paket keine Durchsetzungsinstrumente für Drittländer enthält, macht es dann Sinn, Pakete als Druckanzeiger zu zählen?

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