Was passiert ist
Die Publikation Axios berichtete unter Berufung auf nicht genannte Gesprächspartner in staatlichen Kreisen, dass Präsident Donald Trump Militäroptionen präsentiert wurden, eine davon demnach die Eliminierung des obersten Führers des Iran, Ali Khamenei, und seines Sohnes — des mutmaßlichen Nachfolgers — vorsehe. Gleichzeitig erwähnt der Beitrag eine diplomatische Option: Die Administration sei demnach bereit, dem Iran eine „symbolische“ Urananreicherung zu erlauben, sofern dadurch keine Wege zur Herstellung einer Bombe offenbleiben.
Was die Quellen sagten
„Präsident Trump wäre bereit, ein Abkommen zu akzeptieren, das substanziell ist und das er innenpolitisch vorantreiben kann. Wenn die Iraner einen Angriff verhindern wollen, müssen sie uns ein Angebot machen, dem wir nicht widerstehen können. Die Iraner verpassen ständig Gelegenheiten. Wenn sie Spielchen spielen, wird die Geduld erschöpft sein.“
— ein hochrangiger US-Beamter, zitiert von Axios
„Was der Präsident wählen wird, weiß niemand. Ich glaube nicht, dass er es weiß.“
— ein Berater der Administration, zitiert von Axios
Kontext und Fakten, die es zu beachten gilt
Quelle des Beitrags ist Axios; zusätzlich berichtete Iran International am 25. Januar über den Umzug Khameneis in einen unterirdischen Bunker aus Furcht vor einem Schlag der USA. Außerdem forderte Donald Trump am 17. Januar 2026 angesichts massiver Proteste im Iran ein Ende der Herrschaft Khameneis — das ist nicht nur Rhetorik, sondern Teil eines breiteren Drucks, der die Bandbreite der in Betracht gezogenen Maßnahmen mitprägt.
Warum das für die Ukraine und für Europa wichtig ist
Erstes Risiko — eine Eskalation in der Region, die Partner ablenken und die Lieferung von Waffen sowie diplomatische Unterstützung erschweren könnte. Für die Sicherheit der Ukraine ist die beständige Aufmerksamkeit des Westens entscheidend.
Zweites Risiko — Kettenreaktionen durch Proxy-Gruppen und Energiestörungen. Schon das bloße Bedrohungsniveau verändert Märkte und die Pläne der Verbündeten.
Doch es gibt auch eine andere Seite: Die Bereitschaft, ein breites Spektrum an Optionen zu erwägen, zeigt Washingtons Entschlossenheit und kann als Abschreckung gegenüber denen dienen, die eine Eskalation anstreben. Analysten betonen: Die Demonstration von Optionen ist ein Druckmittel, das manchmal dazu gedacht ist, den Gegner zu einem politischen Kompromiss zu bewegen, ohne direkte Gewalt anzuwenden.
Wie es weitergeht
Bislang wurde keine Entscheidung getroffen; dem Beitrag zufolge bleiben die Optionen offen. Für die Ukraine ist es wichtig, dass die Partner konsequent bleiben: Sicherheitsbekundungen sollten durch klare Unterstützungsmechanismen untermauert werden, damit externe Krisen die Fähigkeit der Koalition, Kiew zu unterstützen, nicht schwächen.
Fazit
Die Meldung von Axios ist ein Signal dafür, dass in den obersten Entscheidungsebenen Extremszenarien erörtert werden. Das bedeutet nicht zwangsläufig eine unvermeidliche Operation, unterstreicht aber die Instabilität der Lage. Die praktische Frage bleibt: Wird politischer Druck in reale Maßnahmen umschlagen — und welche Folgen hätte das für die regionale Stabilität und die Sicherheit der Ukraine?