Rada ernennt Koretskij zum Premierminister: Was dies für Energiewirtschaft und Reformen bedeutet

Das Oberste Parlament votierte für die Ernennung des Leiters der Nationalen Aktiengesellschaft „Naftogaz" Sergij Koretskij zum Premierminister der Ukraine. Mit 289 Stimmen — über dem Minimum, aber weniger, als die Koalition sich erhofft hatte.

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Das Oberste Parlament (Verchovna Rada) ernannte Sergij Korezkyj zum Premierminister der Ukraine. Für den entsprechenden Beschluss stimmten 289 Volksabgeordnete – dies übersteigt die verfassungsmäßige Schwelle von 226 Stimmen, zeigt aber, dass der Konsens im Parlament weit entfernt von monolithisch ist.

Korezkyj leitete zuvor die nationale Aktiengesellschaft „Naftohaz Ukraine" – ein Unternehmen, das gleichzeitig ein strategischer Vermögenswert des Staates ist, Druck von Seiten des IWF und der Weltbank bezüglich Tarifetransparenz ausgesetzt ist und eine chronische Quelle von Korruptionsskandalen darstellt. Sein Wechsel vom Sessel eines Staatskonzernmanagers zum Sessel des Regierungschefs ist nicht nur ein Personalwechsel: Es ist ein Signal dafür, welchen Bereich die Regierung derzeit als Priorität erachtet.

Die Energieinfrastruktur bleibt eines der Hauptziele russischer Anschläge. Die Heizperiode, die Gastransit, die Wiederherstellung von Kapazitäten – all dies erfordert nicht nur technische Verwaltung, sondern auch die Fähigkeit, sich mit europäischen Partnern und internationalen Finanzinstitutionen zu einigen. Korezkyj hat gerade in solchen Verhandlungen Erfahrung.

Gleichzeitig wirft die Ernennung eine offene Frage bezüglich des Antikorruptionsreformblocks auf. „Naftohaz" wurde unter seiner Leitung nicht zum Symbol der Transparenz – und jetzt erhält dieser Manager Befugnisse über die gesamte Regierung, einschließlich der Behörden, die solche Unternehmen kontrollieren sollen.

289 Stimmen reichen für die Ernennung aus, aber nicht aus, um von breiter Unterstützung des Kurses zu sprechen. Wenn Korezkyj innerhalb der Rada keine funktionsfähige Koalition bildet und keine konkreten Ergebnisse bei der Wiederherstellung des Energiesystems bis zum nächsten Winter zeigt – genau diese Zahl wird zum Maßstab seiner Legitimität, nicht der Sessel des Premierministers.

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Am 15. Juli hob der Rat des Internationalen Handballverbandes die 2022 verhängten Sanktionen gegen die Nationalmannschaften Russlands und Weißrusslands auf und stellte die nationale Symbolik vollständig wieder her – unter Berufung auf Entscheidungen des Internationalen Olympischen Komitees vom 7. Mai und 7. Juli 2026. Der Verband drückte gleichzeitig seine „Solidarität mit der Ukraine" aus, sah aber keinen Mechanismus vor, die Wiedereingliederung im Falle einer Eskalation des Krieges auszusetzen.

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