In Dnipro aufgedeckt: Internationale Krypto-Betrugsmasche — Europäer um über 8 Mio. Hrywnja betrogen, 11 Verdächtige

Eine internationale Spezialoperation gemeinsam mit lettischen und litauischen Kolleginnen und Kollegen hat gezeigt, wie ein mehrstufiges Betrugsnetzwerk gearbeitet hat. Warum das für die finanzielle Sicherheit der Ukraine und ihrer Partner wichtig ist.

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Спецоперація VENI, VIDI, VICI (Фото: ОГП)

Was passiert ist

In Dnipro führten Strafverfolgungsbehörden gemeinsam mit Kollegen aus Lettland und Litauen die internationale Sonderoperation VENI, VIDI, VICI durch und deckten ein Netzwerk von Callcentern auf, das EU-Bürger beim Krypto-Investieren betrog. 11 Personen wurden festgenommen, nach vorläufigen Schätzungen sind neun Staatsbürger Lettlands und Litauens geschädigt, der Schaden übersteigt 8 Mio. UAH.

Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir eine groß angelegte Operation durchgeführt, infolgedessen 11 Personen festgenommen und Beweise für die rechtswidrige Tätigkeit sichergestellt worden sind.

— Ruslan Kravchenko, Generalstaatsanwalt

Wie das Schema funktionierte

Die Ermittlungen unterscheiden zwei Phasen des Betrugs. Die erste – Scheininvestitionen: Betreiber riefen Ausländer an, gaben sich als Broker oder Plattformen aus, forderten Fernzugriff auf Endgeräte an, erzeugten die Illusion von Kurssteigerungen in fiktiven Apps und zahlten hin und wieder kleine Beträge zurück, um zu weiteren Einzahlungen zu bewegen. Versuchte das Opfer, Geld auszuzahlen, brach der Kontakt ab.

Die zweite Phase – die sogenannte Rückgewinnung von Vermögenswerten: denselben Personen wurde „juristische Hilfe“ angeboten, gefälschte Dokumente und Videos wurden zugesandt, zusätzliche Gelder unter dem Vorwand von Gebühren oder Versicherungsbeiträgen ergaunert. Die erhaltenen Gelder wurden in Kryptowährung konvertiert und über ein Netzwerk kontrollierter Personen abgezogen.

Ausmaß und sichergestellte Beweismittel

Bei 30 Durchsuchungen wurden Technik und Dokumente sichergestellt, darunter 41 Mobiltelefone, 46 Laptops, 4 Tablets, Serverhardware, Krypto-Wallets, Bankkarten sowie Geldmittel in verschiedenen Währungen in Höhe von über 21 Mio. UAH. Allen Beteiligten wurden Verdächtigungen wegen groß angelegten Betrugs, Geldwäsche und Bildung einer kriminellen Organisation angezeigt. Bei 10 Beschuldigten wurde Untersuchungshaft ohne Kautionsrecht angeordnet, einem — rund um die Uhr Hausarrest aus gesundheitlichen Gründen.

Warum das für die Ukraine und ihre Partner wichtig ist

Der Fall ist ein Beispiel für transnationales kriminelles Geschäft, das Technologien für massenhaften Betrug nutzt. Erstens verursacht er direkten Schaden für Bürger der Partnerländer und birgt das Risiko einer Verschlechterung der Beziehungen, wenn Fälle unbeantwortet bleiben. Zweitens zeigt das Schema klassische Schwachstellen: Social Engineering, Fernzugriff und schnelle Umwandlung in Krypto-Assets. Für die wirtschaftliche Sicherheit und den Ruf des Finanzsektors ist es wichtig, dass solche Ermittlungen in schnellen gerichtlichen Entscheidungen münden und Vermögenswerte den Opfern zurückgegeben werden.

Wie es weitergeht

Die Ermittlungen dauern an — die Behörden prüfen elektronische Beweismittel und Geldwäsche-Netzwerke. Die Geschichte ist zugleich ein Signal an Banken, Zahlungsdienste und Nutzer: ein dringender Bedarf an besserem Informationsaustausch zwischen staatlichen Stellen und internationalen Partnern, an stärkerer digitaler Kompetenz der Bürger und an schneller, operativer Zusammenarbeit zur Sperrung und Aufklärung über Jurisdiktionen hinweg.

Kurz: Eine großangelegte internationale Operation stoppte ein Netzwerk, das Europäer mit Krypto betrog; Technik und Geld wurden sichergestellt; der Fall zeigt die Notwendigkeit koordinierter Maßnahmen zur Bekämpfung von Krypto-Geldwäsche und Cyberbetrug.

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