SBU deckt Schema zur Registrierung von Starlink für Russland auf: Wie 30 Dollar und Telegram die Sicherheit der Ukraine untergruben

Zwei Bewohner von Ismajil sollen angeblich zugestimmt haben, Starlink‑Terminals zugunsten der Besatzer für 30 US‑Dollar pro Gerät zu registrieren. Wir analysieren den Tathergang, die Beweise des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU) und warum dies kein kleiner Vorfall, sondern eine Gefahr für die operative Sicherheit darstellt.

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Затриманий (Фото: Служба безпеки України)

Kurz

Der Sicherheitsdienst der Ukraine hat zwei Einwohner von Ismail festgenommen, die verdächtigt werden, Starlink-Satellitenterminals zugunsten der russischen Eroberer registriert zu haben — gegen eine Belohnung von $30 für jedes Gerät.

Was geschehen ist

Laut den Ermittlungen handelt es sich um einen 36-jährigen arbeitslosen Mann und seine 28-jährige Lebensgefährtin. Sie wurden über Telegram‑Kanäle zur Suche nach „leichtem Geld“ rekrutiert. Die Besatzer boten für die illegale Registrierung jedes Terminals jeweils $30 an.

Ablauf des Schemas

Die Verdächtigen sollten nicht nur die Geräte auf ihre Namen registrieren, sondern suchten in der Stadt auch nach Mittelsmännern — darunter Menschen mit Abhängigkeiten, die vorgesehen waren, zu den Zentren für Verwaltungsdienstleistungen zu gehen. Bei Durchsuchungen wurden bei den Festgenommenen Mobiltelefone mit der Korrespondenz mit russischen Betreuern, Anleitungen zur Legalisierung der Geräte und Absprachen über die Vergütung sichergestellt.

Ermittlungen und rechtliche Verantwortung

Dem Mann und der Frau wurde der Verdacht des Hochverrats angezeigt, begangen während des Kriegsrechts in gemeinsamer Absprache einer Gruppe von Personen. Ihn*innen droht lebenslange Freiheitsstrafe; für beide wurde Untersuchungshaft als Sicherungsmaßnahme angeordnet.

Warum das für die Sicherheit wichtig ist

„Für die Russen sind Starlink‑Terminals ein Instrument der übergeordneten Koordination der Streitkräfte, das es ermöglichte, kleine Infanterieeinheiten und Angriffsdrohnen zu einem einzigen Schlagbündel zu verbinden und dies nahezu in Echtzeit durch Luft‑ und Artillerieangriffe zu unterstützen.“

— Ivan Kyrychevskyi, Waffenexperte, Defense Express

Das Zitat erklärt das Entscheidende: Es geht nicht um „das Weiterleiten von Internet“, sondern um das Bestreben, netzwerkbasierte Fähigkeiten zu erlangen, die die Effektivität von Angriffsoperationen deutlich erhöhen. Deshalb stellt die Legalisierung oder Überführung von Terminals unter die Kontrolle des Gegners eine ernsthafte operative Bedrohung dar.

Kontext und Reaktion

Ende Januar 2026 führte die Ukraine eine verpflichtende Registrierung von Starlink‑Terminals ein; nicht verifizierte Geräte werden als Teil von Maßnahmen zur Bekämpfung der Nutzung dieser Verbindung durch Russland abgeschaltet. Zuvor hatte der Koordinierungsstab (10. Februar) berichtet, dass die Besatzer Angehörige von Gefangenen unter Druck gesetzt hätten, um die Registrierung der Terminals zu erzwingen, und der SBU hatte (12. Februar) an die strafrechtliche Verantwortlichkeit für solche Handlungen erinnert.

Folgen und Schlussfolgerungen

Rechtlich gesehen zeigt der Fall, dass für derartige Handlungen die härteste Bestrafung vorgesehen ist. Operativ ist dies ein weiteres Beispiel für hybride Methoden Russlands, um Kontrollen über die Kommunikation zu umgehen und Verbindungs‑„Knoten“ in Form von legalisierten Terminals zu schaffen. Für staatliche Institutionen ist es ein Signal, nicht nur die technischen Risiken zu minimieren, sondern auch an den Anwerbekanälen in sozialen Netzwerken und an den Verwaltungsverfahren zu arbeiten.

Jetzt sind die Gerichte und eine Verschärfung der Registrierungskontrollen gefragt: Ob es gelingt, diese Mechanismen systematisch zu durchbrechen, ist eine Frage, von der die operative Widerstandsfähigkeit unserer Truppen und die Sicherheit der Bürger abhängt.

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