„Автомагістраль‑Південь“ gewinnt Ausschreibung für Zufahrtsstraßen nach Rava-Ruska — Stärkung der Logistik an der Grenze zur EU

Ein ukrainischer Auftragnehmer hat das günstigste Angebot für den Auftrag zur Anlage von 270 Lkw‑Stellplätzen am Grenzübergang abgegeben. Das ist nicht nur eine Straßenreparatur – es ist eine Investition in die Abfertigungskapazitäten und in den Handel mit Europa.

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Фото: Автомагістраль-Південь

Sieg eines lokalen Auftragnehmers dort, wo Logistikströme entschieden werden

ТОВ «Автомагістраль‑Південь» hat offiziell die Ausschreibung für die grundhafte Instandsetzung des Abschnitts der Straße M‑09 von Lwiw nach Rava‑Ruska gewonnen — dies geht aus den Angaben im staatlichen Beschaffungsportal Prozorro hervor, und die Agentur für Wiederaufbau hat den Vertragsabschluss bestätigt. Das Projekt sieht die Schaffung moderner und sicherer Flächen für die vorübergehende Fahrzeugaufstellung in der Nähe des Grenzübergangs vor.

"Der Vertrag ist abgeschlossen"

— Agentur für Wiederaufbau

Details des Vertrags

Es geht um die Anlage von 270 Parkplätzen für den Güterverkehr bei km 183+260 (rechts) und bei km 189+500 (rechts) in der Oblast Lwiw. Die erwarteten Baukosten lagen über 495 млн грн, doch «Автомагістраль‑Південь» übernimmt die Ausführung für 459,33 млн грн. An der Ausschreibung nahmen außerdem das türkische Unternehmen Onur Construction International (Angebot — 475,19 млн грн) und das aserbaidschanische AzVirt MMC teil.

Die Modernisierung der Zufahrtswege zum Grenzübergang «Rava‑Ruska» ist eines von zwei Projekten in der Region im Rahmen des Programms CEF (Connecting Europe Facility). Das Projekt wird von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) finanziert; die offizielle Umsetzungsfrist beträgt zwei Jahre, doch der Auftragnehmer erklärt die Absicht, die Arbeiten früher abzuschließen.

Warum das wichtig ist

Das ist nicht einfach nur Asphaltreparatur. Der dem Grenzgebiet nächstgelegene Abschnitt der M‑09 bildet den Hauptkorridor für den Güterverkehr zwischen der Westukraine und Polen. Die Verfügbarkeit von 270 verstärkten Stellplätzen entlastet den Grenzübergang selbst, verkürzt Warteschlangen und Standzeiten von Lkw, macht die Logistik planbarer — und damit zu einer für die Auftragnehmer kostspieligeren, für die ukrainische Wirtschaft aber geringeren Ausgabe.

Der Sieg eines ukrainischen Unternehmens gegenüber ausländischen Wettbewerbern zeigt zwei wichtige Trends: ukrainische Auftragnehmer sind preislich und in der Ausführung wettbewerbsfähig, und internationale Finanzierungen (EBRD, CEF) investieren weiterhin in Verkehrsinfrastruktur, die während des Krieges und für die Wiederbelebung des Handels von zentraler Bedeutung ist.

Marktkontext

Diese Entscheidung ist im Zusammenhang mit dem jüngsten Erfolg von AzVirt bei der Ausschreibung für die M‑10 Lwiw–Krakovec zu lesen, bei der das aserbaidschanische Unternehmen zugestimmt hat, die Arbeiten für 431,99 млн грн auszuführen, obwohl die erwarteten Kosten über 511 млн грн lagen. Der Markt zeigt sowohl Preiswettbewerb als auch die Bereitschaft ausländischer Firmen, in der Ukraine zu arbeiten — bestätigt aber auch, dass lokale Unternehmen starke Positionen behalten.

Wie geht es weiter

Jetzt kommt es vor allem auf die Kontrolle der Ausführung an: Werden Fristen und Qualität eingehalten, bestätigen sich die Ankündigungen zur Beschleunigung der Arbeiten? Für die Bewohner der Region und die Wirtschaft zählen nicht die Deklarationen, sondern das Ergebnis — kürzere Warteschlangen, stabilere Lieferketten und zusätzliche Arbeitsplätze. Auf staatlicher Ebene und bei den Partnern sollte verfolgt werden, wie die CEF/EBRD‑Investitionen in reale Veränderungen an der Grenze umgesetzt werden.

Fazit: Die Ausschreibung ist ein kleiner, aber wichtiger Sieg der ukrainischen Infrastrukturbranche, der die logistischen Ketten in der Krise stärkt und Raum für einen effizienteren Handel mit der EU schafft.

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