Nach 21 Stunden ohne Einigung: USA und Iran suchen neue Verhandlungsplattform bis zum 21. April

Die Verhandlungen in Islamabad sind ohne Durchbruch zu Ende gegangen — nun versuchen die Türkei, Ägypten und Pakistan, die Seiten erneut an den Verhandlungstisch zu bringen, während der Waffenstillstand noch hält.

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Джей Ді Венс в Ісламабаді (Фото: МЗС Пакистану)

Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Islamabad dauerten 21 Stunden und endeten ohne Einigung. Jetzt haben die Parteien weniger als eine Woche Zeit, um zu entscheiden: Entweder einen neuen Verhandlungsrunde organisieren oder zuzulassen, dass das Waffenstillstandsabkommen vom 7. April einfach ausläuft.

Wo es hängt

Die Unterschiede sind konkret. Der Hauptkonflikt dreht sich um die Forderung der USA, die Urananreicherung einzufrieren und auf die angesammelten Bestände von hochgereichertem Uran zu verzichten; der Iran wiederum forderte die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte im Gegenzug für nukleare Zugeständnisse. Nach Angaben des CFR weigerte sich der Iran, sein Atomprogramm zu beenden, etwa 450 Kilogramm angereichertes Uran abzugeben und die Straße von Hormus ohne Bedingungen zu öffnen.

Die USA schlugen ein 20-jähriges Moratorium für die Urananreicherung vor — dieser Vorschlag war der Mittelpunkt der Verhandlungen in Islamabad, wie ein amerikanischer Beamter und eine mit der Situation vertraute Quelle berichteten.

Der iranische Außenminister Abbas Araghchi schrieb auf X, dass die Parteien „in gutem Glauben" verhandelten, aber auf „Maximalismus, Bedingungsverschärfung und Blockaden" stießen. Der erschöpfte Vance verließ Islamabad und nannte den amerikanischen Vorschlag „das beste und endgültige Angebot". Trump äußerte sich in einem Kommentar für Fox News zu dem Treffen als „wirklich gut" — mit einer Ausnahme: „Sie wollen Atomwaffen. Das wird nicht passieren".

„Wir sind nicht in einer Sackgasse. Die Tür ist nicht geschlossen. Beide Seiten verhandeln. Das ist ein Markt".

Regionale Quelle von Axios, mit Kenntnissen über den Verlauf der Verhandlungen

Wer ist jetzt im Spiel

Pakistan, Ägypten und die Türkei wollen die USA und den Iran bis zum Ende des Waffenstillstandsregimes am 21. April von einer weiteren Verhandlungsrunde überzeugen, berichtete Axios unter Berufung auf Quellen. Am 12. April führten die Außenminister der Türkei und Ägyptens separate Telefongespräche mit ihrem pakistanischen Kollegen, woraufhin sie die Situation mit dem Sondergesandten des Weißen Hauses Steve Witkoff und dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi erörterten.

Wie CNN berichtet, werden unter den möglichen Orten für die zweite Verhandlungsrunde erneut Genf und Islamabad in Betracht gezogen. Die Trump-Administration erörtert intern die Details des Treffens, aber eine CNN-Quelle charakterisiert diese Diskussionen als „vorläufig". Parallel dazu lassen amerikanische Beamte die Möglichkeit einer Verlängerung des Waffenstillstands zu — wenn die Verhandlungen schnell genug vorangehen.

Was hinter den Kulissen von Islamabad blieb

Während der Verhandlungen entstand ein heftiger Streit über Garantien: Nach Angaben iranischer Quellen der Jerusalem Post fragte Araghchi die Amerikaner: „Wie können wir dir vertrauen, wenn du in Genf sagtest, dass du nicht angreifen wirst, während die Diplomatie läuft?" — was andeutete, dass der Angriff auf den Iran zwei Tage nach diesen Verhandlungen stattfand. Die amerikanische Delegation, zu der Vance, Witkoff und Jared Kushner gehörten, konzentrierte sich auf die Kernenergieproblematik und die Straße von Hormus. Die iranische Seite, angeführt von Parlamentssprecher Galibaf und Araghchi, bestand auf einem umfassenderen Rahmen für die Vereinbarung.

Der iranische Botschafter in Pakistan, Reza Amira Moghaddam, der an den Verhandlungen teilnahm, schrieb auf X, dass die Verhandlungen in Islamabad keine Niederlage erlitten, sondern „die Grundlage für einen diplomatischen Prozess schufen".

Aber eine Erklärung über eine „Grundlage" ist kein Zeitplan. Keiner der drei Vermittler hat öffentlich ein konkretes Datum oder einen Ort für die nächste Verhandlungsrunde bestätigt. Die Frage bleibt offen: Wenn bis zum 21. April keine neue Verhandlungsrunde stattfindet — sind beide Seiten bereit, das Waffenstillstandsabkommen ohne nukleare Abrüstungsvereinbarung fortzusetzen, oder bedeutet das eine Rückkehr zu aktiven Kampfhandlungen?

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